Let's make MONEY

Dokumentarfilm | 2008

“The best time to buy is when there is blood on the streets”
Mark Mobius (Präsident of Templeton Emerging Markets – Singapur)

Nach „We Feed the World“, der spektakulären Dokumentation über unsere Nahrungsmittel hat der Filmemacher Erwin Wagenhofer einen neuen, aufrüttelnden Dokumentarfilm für das Kino gedreht: In „Let’s make MONEY“ folgt er der Spur unseres Geldes im weltweiten Finanzsystem. Wagenhofer blickt hinter die Kulissen der bunten Prospektwelt von Banken und Versicherern. Was hat unsere Altersvorsorge mit der Immobilienblase in Spanien zu tun? Wir müssen dort kein Haus kaufen, um dabei zu sein. Sobald wir ein Konto eröffnen, klinken wir uns in die weltweiten Finanzmärkte ein – ob wir wollen oder nicht. Die Bank speist unser Guthaben in den globalen Geldkreislauf ein. Ob unsere Bank das Geld an einen spanischen Bauentwickler verleiht? Wir Kunden wissen es nicht. Möglicherweise verborgen Banken, Versicherer oder Pensionsfonds unser Geld auch an einen Spekulanten. Wo unser Schuldner lebt und was er tut, um uns die Zinsen zu bezahlen, bleibt im Verborgenen. Die meisten von uns interessiert es auch nicht, weil wir gerne dem Lockruf der Banken folgen: „Lassen Sie ihr Geld arbeiten!“ Doch Geld kann nicht arbeiten: arbeiten können nur Menschen, Tiere oder Maschinen.

„Let’s make MONEY“ folgt dem Weg unseres Geldes, dorthin wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Arbeiter unser Geld vermehren und selbst arm bleiben. Der Film zeigt uns die gefeierten Fondsmanager, die das Geld ihrer Kunden jeden Tag aufs Neue anlegen. Zu sehen sind Unternehmer, die zum Wohle ihrer Aktionäre ein fremdes Land abgrasen solange die Löhne und Steuern niedrig und die Umwelt egal ist. Wir erleben die allgegenwärtige Gier und die damit verbundene Zerstörung, die mit unserem Geld stattfindet. Der Film zeigt uns mehrere Ebenen des Finanzsystems. Wir erfahren auch, warum es auf dem Globus zu einer unglaublichen Geldvermehrung gekommen ist. Wir lernen deren Konsequenzen für unser Leben kennen. Täglich fließen Milliardensummen mit Lichtgeschwindigkeit um den Globus, die möglichst hoch verzinst werden sollen.

„Let’s make MONEY“ zeigt uns einige Zwischenstationen, so wie Jersey. Warum ist die Kanalinsel das reichste Land Europas? Steueroasen nutzen Konzerne und Reiche um Steuern zu sparen. Bislang hat die Politik dies nicht verhindert. Dabei setzen die Regierungen die Spielregeln für das weltweite Geldsystem fest. Seit den 70er Jahren erleichterten sie den Geldfluss und schufen so die Grundlage für den Boom der weltweiten Finanzindustrie mit ihren Zentren in London, New York oder Frankfurt. Es ging dabei immer um Interessen von wenigen Mächtigen. So konnten der Internationale Währungsfonds und die Weltbank vielen Entwicklungsländern eine Privatisierung von Altersvorsorge, Stromerzeugern oder Baumwollfabriken aufzwingen, nachdem deren Regierungen durch eine hohe Verschuldung erpressbar geworden waren. Dies eröffnet neue Anlagemöglichkeiten für unser Geld. Doch dieser „Ausverkauf“ von sozialen Errungenschaften wie Gesundheitssystem, Pensionswesen, Energieversorgung und öffentlicher Verkehr passiert nicht nur in der fernen „dritten“ Welt. Wir alle sind direkt davon betroffen. Und genau davon handelt der Film. Wir erleben keine Finanzkrise, sondern eine Gesellschaftskrise – die wir mit unserem Geld beeinflussen können.

„Am Ende bezahlen es immer der so genannte kleine Mann und die sogenannte kleine Frau!“
Hermann Scheer (Träger des alternativen Nobelpreises und Bundestagsabgeordneter - Berlin)

Regie: Erwin Wagenhofer
Kamera: Erwin Wagenhofer
Ton: Lisa Ganser
Schnitt: Paul M. Sedlacek
Musik: Helmut Neugebauer
Produzent: Helmut Grasser
Produktion: Allegro Filmproduktions GesmbH
Protagonisten: Mark Mobius
Mirko Kovats
K. Sujatha Raaju
Raj Kalaiselvan
Gerhard Schwarz
John Christensen
Yves Delisle
Karafahan Tani
Francis Kologo
Animata Kompaore
Fatimatu Soré
Abdul A. Nurriddin
George Belton
John Perkins
Werner Rügemer
Hermann Scheer
Anton Schneider
Antonio Baena Perez
Miguel Angel Torres
Ramón Fernández Durán
Laureano Ruiz Liaño
Terry Le Sueur
Technische Daten: 107 min 40 sec./Dolby 5.1/1:1,85/HD
Originalsprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Dioulo, Tamil, Chinesisch
Förderer: Österreichisches Filminstitut
Filmfonds Wien
Festivals: Amsterdam IDFA 2008 – Joris Evens Competition
Sundance 2009 – World Cinema Documentary Competition
Zagreb Dox 2009 (Feb 23 to March 1st)
Thessaloniki Doc 2009 (March 13 to 22)
Bucarest Human Rights 2009 (March 18 to 23
Buenos Aires BAFICI 2009 (March 25 to April 5)
Jeonju Cinemascape 2009
Toronto HOTDOCS 2009
Tallinn 2009
Moscow 2009
Jerusalem 2009
Oslo Dokumentarkino 2009(Sept 16)
Edinburgh Filmhouse 2009 (Sept 22 to 25)
Festival do Rio 2009 (Sept 24 to Oct 8)
Turin Cineambiente 2009 (Oct 8 to 13) – in competition
Bergen 2009 (Oct 21 to 28)
Seville Eurodoc Competition 2009 (Nov 6 to 14)
Aarhus FF 2009
Prague esat silver 2009
Copenhaguen COP15 Goodplanet 2009
Austrian Cultural Forum Washington 2010 (Jan 22 to 28)
Awards:
Austria Ticket
"WorldShift Ethic Prize" der Intellektuellen-Vereinigung Club of Budapest
German Documentary film Prize 2009
Verleih: Österreich:
Filmladen GmbH
Mariahilfer Straße 58/7
1070 Wien
Tel: +43/1/523 43 62-0
Fax: +43/1/526 47 49
www.filmladen.at

Deutschland:
Delphi Filmverleih GmbH
Kurfürstendamm 226
10719 Berlin
Tel: +49/30/885 974-0
Fax: +49/30/885 974-15
www.delphi-film.de

Schweiz:
Frenetic Films
Bachstrasse 9
8038 Zürich
Tel: +41/44/488 44 00
Fax: +41/44/488 44 11
www.frenetic.ch
World Sales: Celluloid Dreams I the directors label
2, rue Turgot
75009 Paris
France
Tel: + 331 4970 8562
Fax: +331 4970 0371
www.celluloid-dreams.com
Website: www.letsmakemoney.at
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